Firefox Lesezeichen (Bookmarks) und seine History

Seit der Version 3 des Firefox-Browsers werden die internen Daten wie Lesezeichen, History (Chronik) sowie viele weitere Daten in einer internen Datenbank zusammengefasst. Diese SQL-Datenbank finden wir unter dem Namen „places.sqlite“ im Dateisystem. Je nach Installation im Userverzeichnis oder bei der portablen Firefox-Installation beispielsweise im Installationsverzeichnis „Dataprofile“. Im Zweifelsfall einfach die Windows-interne Suche benutzen.

Firefox Lesezeichen nach Windows Neuinstallation wiederherstellen
Da die meisten Einstellungen des Browsers in dieser Datei gespeichert sind, kann man diese Datei durchaus auf einen anderen Rechner kopieren. So ist es beispielsweise möglich, von einem alten Rechner diese Datei zu sichern und nach einer Neuinstallation von Windows samt Firefox die bisherigen Lesezeichen und die History wiederhezustellen. Wichtig dabei ist, dass für diese Aktion der Firefox geschlossen ist.

Lesezeichen mitnnehmen (migrieren)
So sind mir auch schon Kunden untergekommen, die diese Datei auf einem USB-Stick von Rechner zu Rechner mitnehmen, um ihre History und ihre Lesezeichen jedezeit parat zu haben. Dies mag Geschmackssache sein. Denn genau für diese Vorgehensweise wurde die portable Version von Firefox geschaffen.

Die Datei places.sqlite verkleinern
Wie jede Datenbank wächst auch die places.sqlite stetig. Bookmarks, History und Favicons blähen die Datei auf. Natürlich kann man über Firefox-Boardmittel versuchen, unnötigen Ballast zu entfernen. Jedoch wird die Datei nicht so klein, wie sich mancher Nutzer wünscht.
Wenn man die „places.sqlite“-Datei bei geschlossenem Firefox löscht (ich empfehle eher umbenennen!), erstellt der Firefox beim Start die Datei anhand der letzten json-Sicherungsdatei die places.sqlite neu. Ein alternativer Weg ist die Wiederherstellung einer json-Sicherungsdatei mit Bordmitteln des Firefox-Browsers. So kann die aktuelle History gesichert und wiedereingespielt werden. Nach diesem Vorgang ist die neue places.sqlite deutlich verkleinert.
Warum ist das so? Die wiederhergestellte Datei beinhaltet beispielsweise keine Favicons mehr. Diese Grafikdaten sind auch nicht wirklich nötig. Der Browser läd sie bei Bedarf von der besuchten Webseite neu herunter.

Sichern oder Wiederherstellen der places.sqlite
Über „Lesezeichen/Alle Lesezeichen anzeigen“ öffnet sich die Bibliothek des Firefox-Browsers. Mittels des Button „Importieren und Sichern“ kann ein Kontextmenü geöffnet werden.. Über die Auswahl „Wiederherstellen“ kann auf eine bestehende json-Sicherung zugegriffen werden. Die Auswahl „Datei wählen“ erlaubt das Einspielen einer externen Sicherung.

Zugriff auf die sqlite-Datenbank
Um sich die systemeigene Datenbank ein wenig näher anzuschauen, gibt es für den Firefox ein Add-On (SQLite Manager). Dieses Tool erlaubt vollen Zugriff auf die Datenbank und ist daher mit Vorsicht zu bedienen. Wer nicht weiss, was er macht, sollte auf jeden Fall vorher eine Sicherung seiner places.sqlite anfertigen. Prinzipiell gilt: Das Add-On SQLite Manager ist ein Systemwerkzeug und sollte nicht unbedarft eingesetzt werden!

Verkeinern der places.sqlite mittels vacuum
Auch die Datenbank selbst kann – wie nahezu jede andere Datenbank selbst – mittels SQL-Boardmitteln verkleinert werden. Der Befehl dazu heisst „Vacuum“. Letztlich entfernt Vacuum die Fragmentierung der Datenbank und befreit sie von unnötigem Ballast.
Um den Befehl absetzen zu können, benötigen wir den SQLite Manager als Add-On im Firefox. Nach Aufruf des Managers wird die places.sqlite geöffnet. Unter dem Register Execute SQL kann nun der Befehl vacuum eingegeben und mit Run SQL zur Ausführung gebracht werden. Der Erfolg der Verkleinerung wird im Feld Last Error angezeigt.

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