China sperrt YouTube – wann zensiert Deutschland das Internet? / Handy-Nutzung im EU-Ausland wird billiger

Wie BBC aktuell berichtet aus Peking berichtet, ist YouTube in großen Teilen Chinas nicht mehr erreichbar. China hat offensichtlich erneut den Zugang zu YouTube gesperrt. Bestätigung findet man auf einer Projektseite der Universität Harvard, die aktuell 279 Fehlversuche für die Verbindungsaufnahme zu YouTube in China aufführt. Laut Informationen des Pekinger Korrespondenten sollen sich auf YouTube Videos befunden haben, die von tibetischen Exilanten stammen und zeigen, wie chinesische Soldaten Tibeter misshandeln.
In Anbetracht einer solchen Sperre zeigt sich die Problematik der Zensur im Internet. Auch wenn das Vorhaben der Bundesregierung, Seiten mit frei zugänglichem kinderpornografischem Material zu sperren, sicherlich ehrbar ist, so kann eine Sperre auch schnell auf andere unliebsame Bereiche ausgeweitet werden. Ganz abgesehen davon, dass die vorangegangene Straftat weder verhindert noch gesühnt wird.
China sind solche Gedanken fremd. Eine offizielle Bestätigung für die Sperre von Seiten Chinas scheint noch nicht vorzuliegen. Es ist jedoch vom Außenministerium zu lesen, dass China „keine Angst vor dem Internet“ habe.

Handy-Nutzung im EU-Ausland wird billiger
Nach einem Kompromiss von Europaparlament, EU-Staaten und Europäischer Kommission soll der Endkundenpeis für aus dem Ausland verschickte SMS auf 11 Cent werden (zuzüglich Mehrwertsteuer) begrenzt werden. Aktuell kostet eine SMS im Durchschnitt 29 Cent, in einigen Ländern sogar bis zu 80 Cent. Die EU-Verordnung zu Mobilfunkpreisen sieht ferner auch niedrigere Preisobergrenzen für Gespräche und Datenübertragung vor. Für Datenübertragungen von einem EU-Land in ein anderes soll die Obergrenze für den Großhandelspreis bei einem Euro je Megabyte liegen. Von Juli 2010 an gelten 80 Cent und 2011 dann 50 Cent (jeweils zuzüglich Mehrwertsteuer). Verbraucher können vereinbaren, dass die Verbindung etwa ab einem Betrag von 50 Euro automatisch getrennt wird. Damit sollten „Schock-Rechnungen“ vermieden werden, erläuterte das EU-Parlament.
Die im „Eurotarif“ festgelegten Höchstpreise für EU-Auslandsgespräche sollen ebenfalls weiter gesenkt werden. Der Maximalpreis von 46 soll auf 43 Cent für abgehende und von 22 auf 19 Cent für angenommene Anrufe gesenkt werden. Von 2010 an gelten 39 und 15 Cent, 2011dann 35 und 11 Cent.
Damit die Regelung in Kraft tritt muss das Parlamentsplenum Ende April über den Kompromiss abstimmen. Auch die zuständigen Minister müssen dem Kompromiss zustimmen. Entgegen der Gaspreise, die von den meisten Versorgern erst nach der Heizperiode gesenkt werden, gelten die neuen Mobilfunk-Regelungen vom 1. Juli an – pünktlich zur neuen Reisesaison.

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