Chronik: Die Opel-Rettung (Teil 1)

04.04.2009: Der Mutterkonzern General Motors (GM) hat alle vier deutschen Opel-Werke an ihre Gläubiger verpfändet. Neben den Opel-Patenten, die als Sicherheiten für Milliardenhilfen an die US-Regierung abgetreten wurden, hat GM auch alle Vermögenswerte an US-Banken verpfändet. Das bestätigte ein Mitglied der Bundesregierung dem Nachrichtenmagazin „Focus“.

03.04.2009: Das Opel-Verhandlungsteam nimmt seine Tätigkeit auf. Das Fünfer-Gremium besteht unter anderem aus dem Staatssekretären Jochen Homann aus dem Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (Vorsitz), Jörg Asmussen aus dem Bundesministerium für Finanzen und Jens Weidmann, der Wirtschaftsberater von Bundeskanzlerin Angela Merkel.

30.03.2009: Die US-Regierung lehnt die Sanierungspläne von GM und Chrysler ab. Keines der Unternehmen habe einen belastbaren Plan vorgelegt, der weitere Milliarden Dollar Steuergelder wert sei, so ranghohe Beamte der Regierung gegenüber der Presse. Chrysler soll noch 30 Tage Zeit und Geld bekommen. Wagoners Nachfolger Fritz Henderson erhält für General Motors 60 Tage Zeit.

29.03.2009: GM-Chef Rick Wagoner tritt auf Verlangen des Weißen Hauses zurück. US-Präsident Barack Obama erhöht den Druck auf die US-Autobauer.

26.02.2009: General Motors weist für 2008 einen Verlust von 30,9 Milliarden Dollar aus. Im Vorjahr hat der Automobilkonzern mit 38,7 Milliarden Dollar den höchsten Verlust in seiner Firmengeschichte eingefahren.

18.02.2009: Sanierungsplan von General Motors. Der Opel-Mutterkonzern will darin weltweit 47.000 Arbeitsplätze abbauen, davon 27.000 außerhalb der USA. Gleichzeitig versucht GM mit neuen Produkten wie etwa einem Elektroauto für gute Stimmung zu sorgen.

19.12.2008: US-Präsident Bush gewährt General Motors und Chrysler Notkredite von 17,4 Milliarden Dollar. Diese sind befristet bis zum 31. März 2009.

12.12.2008: Der US-Senat lehnt ein Rettungspaket für die US-Autoindustrie ab.

03.12.2008: Die Automobilhersteller legen dem US-Kongress neue Sanierungspläne vor. General Motors und Chrysler brauchen zum überleben noch vor Jahresende eine Milliarden-Stütze vom Staat. Autobauer Ford, der ebenfalls eine Kreditlinie zur Absicherung beantragt hat, verzichtet später darauf.

21.11.2008: Der US-Kongress vertagt eine Entscheidung über Hilfen und fordert GM, Ford und Chrysler auf, bis zum 2. Dezember einen Plan über die Verwendung des Geldes vorzulegen. Kritik an der Chefetage: Die US-Abgeordneten sind verärgert über das Verhalten der Vorstandschefs der drei Automobilhersteller, die mit ihren Firmenjets nach Washington gereist waren.

19.11.2008: GM fordert gemeinsam mit den Autobauern Ford und Chrysler staatliche Finanzhilfen von insgesamt 25 Milliarden Dollar. Vor dem Kongress muss Konzernchef Rick Wagoner Rede und Antwort stehen.

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