Chronik: Die Opel-Rettung (Teil 5)

14.05.2009: Die Insolvenz zeichnet sich ab. „Das ist wahrscheinlich“, so GM-Chef Fritz Henderson.
 
12.05.2009: Mehrere GM-Topmanager verlieren das Vertrauen und GM und verkaufen panikartig ihre Aktien, darunter auch Europa-Chef Carl-Peter Forster. Die Aktie befindet sich im freien Fall.
Opel plant dem Dacia Logan Konkurrenz zu machen. Entsprechende überlegungen, ein eigenes Auto auf Basis des Corsa im unteren Marktsegment in Eisenach zu produzieren, bestätigte ein Firmensprecher. Die Reaktivierung des Markennamen „Wartburg“ könnte möglich sein.
 
11.05.2009: General Motors will noch im laufenden Monat einen Partner für die deutsche Tochter Opel finden, so GM-Chef Fritz Henderson. Dass dieser auch der Bundesregierung zusagen soll, ist keine uneigennützige Geste. GM will an deutsches Steuergeld: „Das ist wichtig und dringend.“
Bundeswirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg sucht auf einer dreitägigen Reise in die Golfregion nach finanzstarken Investoren. „Wir prüfen Investitionen rund um den Erdball“, sagte der Wirtschaftsminister der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) Mohammed bin Said al-Manssuri. Guttenberg erklärte: „Ich habe mich mit ihm über die unterschiedlichen Automobilfirmen in unserem Lande ausgetauscht, auch solche die derzeit in der Diskussion stehen.“
 
08.05.2009: Bundeswirtschaftsminister Karl Theodor zu Guttenberg wirbt in der Golfregion in Abu Dhabi und in Riad um Investitionen in Deutschland. „Der generelle Aufbau von Kontakten in der Region steht im Vordergrund“, so Guttenberg.
 
07.05.2009: General Motors verkündet weiter erschreckende Zahlen. Im ersten Vierteljahr erlitt der US-Autobauer einen Verlust von sechs Milliarden Dollar – fast doppelt so viel wie vor einem Jahr.
Details aus dem übernahmeplan des italienischen Autobauers Fiat für Opel werden bekannt. Die Opel-Zentrale soll in Rüsselsheim bleiben. Dem Konzept geht es weniger um Opel, sondern vielmehr um das gesamte GM-Geschäft. Unter anderem um die schwedische GM-Marke Saab.
 
06.05.2009: Der an einem Einstieg beim Autobauer Opel interessierte Zulieferkonzern Magna meldet einen drastischen Umsatzeinbruch mit einem Minus im ersten Quartal von 200 Millionen Dollar. Das Opel-Angebot hält Magna aufrecht. Für die deutsche GM-Tochter Opel wird die Suche nach einem Investor immer drängender. Zum 26. Mai muss General Motors eine Einigung mit den Gläubigern erzielen, sonst droht die Insolvenz des Konzerns.

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