Chronik: Die Opel-Rettung (Teil 6)

18.05.2009: Verbrannter Name: General Motors benennt seine Bank um. Die Umbenennung der bisherigen GMAC Bank in Ally Bank solle ab sofort starten, bestätigte eine Sprecherin des Unternehmens dem „Wall Street Journal“. Fiat will nach dem Einstieg beim insolventen US-Konzern Chrysler mit dem GM-Europageschäft zum zweitgrößten Autohersteller der Welt aufsteigen. Dabei sollen die GM-Marken Opel, Vauxhall und Saab erhalten bleiben. Fiat-Chef Sergio Marchionne betonte, der Plan sei „fast fertig“ und werde bis zum 20. Mai in Berlin vorliegen.
 
16.05.2009: Offener Schlagaustausch in Berlin. Bundeswirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg wirft der SPD vor, das „Thema Opel“ vorwiegend unter Wahlkampfaspekten zu behandeln. „Nahezu jede äußerung (von SPD-Politikern) scheint von Wahlkampfgedanken geprägt zu sein und trägt die Gefahr in sich, die Verhandlungsposition von Opel zu schwächen“, warnte er. SPD-Fraktionschef Peter Struck signalisiert Sympathie für das Magna-Konzept. „Die Idee von Magna, auf die osteuropäischen Märkte abzuzielen, halte ich jedenfalls für sinnvoll“, sagte der SPD-Politiker. „Er muss allen Beteiligten mehr Druck machen.“, so Struck gegenüber Bundeswirtschaftsminister zu Guttenberg. Der Wirtschaftsminister solle beherzter an die Opel-Rettung herangehen. Auf keinen Fall dürfe er aber alleine über einen Opel-Investor entscheiden. Das sei eine Sache von Kanzlerin, Vizekanzler sowie Finanz-, Wirtschafts- und Arbeitsminister.
 
15.05.2009: Die staatlich kontrollierte russische Sberbank äußert sich erstmalig zu einem möglichen Einstieg bei Opel und erwägt eine Beteiligung an einem Gebot für Opel, so Konzern-Chef German Gref . Das Management prüfe in diesem Zusammenhang Unterlagen. In den USA stehen immer mehr Zeichen auf Insolvenz des Mutterkonzern General Motors (GM). Das von Bundeswirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) als eine übergangslösung vorgeschlagene Treuhand-Modell für den europäischen GM-Teil mit der Hauptmarke Opel findet zwar Unterstützer aus der deutschen Politik, stößt aber Medienberichten zufolge in den USA auf Widerstand. Das Treuhand-Modell der Bundesregierung sieht vor, dass bei einer Insolvenz des amerikanischen Mutterkonzerns General Motors die Anteile von GM an Opel bei einem Treuhänder geparkt werden. Damit bliebe der Regierung Zeit bei der Suche nach einem Investor. Unterdessen will sich General Motors in mehreren Schritten von fast 2 400 US-Händlern trennen, was einen Abbau von fast 40 Prozent des Händlernetzes bedeuten würde.

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