Chronik: Die Opel-Rettung (Teil 4)

04.05.2009: Wirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg erklärt, Fiat wolle die drei deutschen Opel-Standorte Rüsselsheim, Bochum und Eisenach im Fall einer übernahme von Opel erhalten. Die Zukunft des Werkes in Kaiserslautern sei noch offen.
 
03.05.2009: „Jeder Interessent an Opel muss ein Konzept vorlegen, das langfristig trägt. Auf finanzielle Abenteuer zu Lasten des Steuerzahlers dürfen wir uns nicht einlassen. Das Konzept muss klar machen, dass die Opel-Standorte in Europa, die erhalten werden sollen, dadurch langfristig gesichert sind.“, so Bundeswirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU). Eine staatliche Beteiligung an Opel sei  für ihn nicht vorstellbar, so Guttenberg weiter. Es könne höchstens um eine zeitlich begrenzte Verbürgung von Darlehen gehen.
 
01.05.2009: Bedingt durch die große Nachfrage nach dem neuen Spitzenmodell „Insignia“ legt das Opel Rüsselsheimer Stammwerk erneut Sonderschichten ein.
 
29.04.2009: „Wir reden nicht von einem Einstieg, wir sagen, wir wollen helfen“, so Magna – Verwaltungsratschef Frank Stronach in einem Interview der „Kleinen Zeitung“ (österreich). „Wenn es einem Kunden schlecht geht, schauen wir immer, ob wir etwas tun können“, so Stronach weiter. „Wir beliefern Opel und es muss in unserem Interesse sein, dass es Opel gut geht. Der Markt darf nicht verloren gehen.“
 
28.04.2009: Magna legt ein erstes Grobkonzept für das Opel-Engagement vor. Demnach strebt Magna ein Drei-Säulen-Modell an: Demnach will Magna eine „namhafte Minderheitsbeteiligung“ übernehmen. GM selbst soll weiter mit einem Anteil von knapp 50 Prozent beteiligt bleiben. Einen Anteil von rund 30 Prozent sei für den russischen Investor Oleg Deripaska vorgesehen.
 
27.04.2009: Fiat zeigt sich im Falle einer übernahme beim Namen des neuen Konzerns äußerst kompromissbereit, berichtet Spiegel Online auf Berufung auf Kreise in Turin. „Das neue Unternehmen kann Fiat/Opel heißen oder Opel/Fiat, das ist nicht wichtig“, berichtete der Dienst weiter. „Es geht nicht um nationale Eitelkeiten, sondern um ein Projekt intelligenter europäischer Industriepolitik. Jemand musste die Initiative ergreifen, im Interesse von allen.“

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